Einen abgestorbenen Kirschbaum sichern ...

Tote Bäume liefern keine Erträge bieten aber Lebensraum für Insekten und Vögel. Während in einer ertragsorientierten Bewirtschaftung ein toter Kirschbaum sehr schnell im Brennholz landet, versuchen wir in unserer Streuobstwiese, solche Bäume möglichst lange zu erhalten.

Das ist je nach Baum manchmal nicht ganz ungefährlich, da morsche Äste abrechen und herunterfallen können. So galt es dieses Frühjahr, einen seit längerem abgestorbenen großen Kirschbaum dahingehend zu sichern, dass die langen Hauptäste, falls sie brechen, nicht beim Nachbarn Schaden anrichten.

Sicherung mit Seil
Beginn der Sicherungsarbeiten
Gesicherter Ast wird abgesägt
Herstellen der Kippkante
Gesicherter toter Kirschbaum

Ein Teil droht dabei auf eine Kulturpflanzung zu stürzen. Daher wird der Ast zunächst mit einem Seil gesichert.

Auf etwa halber Höhe werden die Äste gekürzt.

Dann wird mit der Kettensäge eine Kippkante gesägt. Anschließend wird mit Hilfe des Seils der Ast über die Kippkante gezogen, so dass er auf unser Grundstück fällt, ohne Schaden zu verursachen.

Das Ergebnis der Aktion:

Der tote Kirschbaum ist auf die Hauptäste reduziert und kann so über Jahre auf dem Grundstück verbleiben.

Inzwischen haben wir in unmittelbarer Nähe einen jungen Kirschbaum gepflanzt, so dass, falls der Totbaum eines Tages tatsächlich fällt, keine Lücke entsteht.

Der Tote Kirschbaum ist mehr als 50 Jahre alt.

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Vogelschutz-Komitee e.V.

Sektion Baden-Württemberg

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